Legionellen – eine unsichtbare Gefahr für die Gesundheit

Obwohl unser Trinkwasser als sauber gilt und von den meisten Menschen bedenkenlos im täglichen Gebrauch verwendet wird, enthält es von Natur aus viele Bakterien. Die meisten davon sind für den Menschen in geringer Anzahl jedoch nicht schädlich. Nimmt deren Anzahl allerdings zu und werden Bakterien wie die gefährlichen Legionellen-Erreger nachgewiesen, muss schnell gehandelt werden.

Weltweit immer wieder Todesfälle durch Legionellen

Weltweit kommt es immer wieder zu Ausbrüchen der Legionärskrankheit. Im Jahr 1999 kam es zu einem größeren Vorfall in Holland. Im Niederländischen Bovenkarspel erlagen schlussendlich 22 Menschen der Legionellen-Infektion, nachdem insgesamt 233 Personen erkrankten. Zurückzuführen ist die Ausbreitung des Erregers in diesem Fall auf zwei Whirlpools, die zum Anlass einer Blumenschau installiert wurden. Drei Todesfälle waren 2001 in der spanischen Stadt Murcia zu beklagen. Hier waren insgesamt 805 Menschen betroffen. Verbreitet wurde der Erreger damals über Kühl- und Klimasysteme. Ein Rückkühlwerk war 2010 für eine Ausbreitung in Ulm und Neu Ulm verantwortlich, die für fünf der insgesamt 65 Betroffenen tödlich endete. Aber auch der Vorfall in Kreis Düren Ende 2014 sorgte für große Angst, als 39 Menschen nachweislich an schweren Lungenentzündungen erkrankten.

Schwere Lungenentzündungen und hohes Fieber sind die Todesursache

Akute Legionelleninfektionen können zwei verschiedene Verlaufsformen aufweisen. Bei beiden Varianten zählen jedoch neben einer schweren Lungenentzündung unter anderem hohes Fieber, allgemeines Unwohlsein, Schmerzen in Kopf, Gliedern und dem Thorax sowie Benommenheit, Husten und Durchfall zu den typischen Symptomen. Sie verläuft bei 15 bis 20 Prozent aller Erkrankungen tödlich. In aller Regel wird von einer zwei bis zehn tägigen Inkubationszeit, selten länger, ausgegangen. Das wesentlich häufiger diagnostizierte „Pontiac-Fieber“ weist dagegen eine Inkubationszeit von maximal zwei Tagen auf und äußert sich typischerweise durch Fieber und grippeähnliche Symptome. Es heilt in aller Regel innerhalb weniger Tage ab und zieht die Lunge nicht in Mitleidenschaft.

Hierbei handelt es sich um öffentlich bekannte Fälle, doch leider bleiben Legionellen-Befunde sogar häufig unbekannt und die Mieter sind zunehmend verunsichert. Da sich die Legionellenerreger am besten in Warmwassergebieten vermehren und durch das Einatmen (z. B. beim Duschen) in den Körper gelangen, sind Privathaushalte ebenfalls betroffen. Mit Hilfe eines einfachen Test´s stellen Sie sicher, keine der gefährlichen Erreger bei sich zu Hause zu haben. Sie wollen wissen, ob Ihr Haushalt frei von Legionellen ist? Hier geht es zum Test.

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